Unter dem Titel «OE@UB» hat sich die UB Basel seit 2020 der eigenen Organisationsentwicklung gewidmet. Dabei ging es in erster Linie um eine kritische Betrachtung des Organigramms und der aktuellen Organisations- und Führungsstruktur, um für zukünftige Entwicklungen und konkret anstehende Herausforderungen gut aufgestellt zu sein.

UB Organigramm

Was lange währt, wird endlich gut: Das neue Organigramm der UB besticht durch seine klare Linienstruktur. Die umfangreichen Aufgaben und Dienstleistungen der UB sind in fünf schlüssige Bereiche organisiert, die allesamt in der Geschäftsleitung vertreten sind. Dies ermöglicht einen linearen Informations- und Kommunikationsfluss in beide Richtungen.

Besonderes Augenmerk verdient die Neustrukturierung der ehemaligen Abteilung Verbundkoordination, die sich aufgrund der Veränderungen innerhalb der Schweizer Bibliothekslandschaft mit der Einführung von Swiss Library Service Platform (SLSP) neu formieren und ausrichten musste. Durch die neue Abteilung «Bibliotheksnetz Region Basel» werden auch die assoziierten, nicht universitären Bibliotheken betreut. Im Gegensatz dazu werden alle universitären Fachbereichsbibliotheken, unabhängig von ihrer ein- oder zweischichtigen Struktur, durch die jeweilige Bibliotheksgruppe im Bereich «Kundenservices / Standorte» koordiniert. Letzterer Bereich sichert durch seine unmittelbare Benutzernähe einen optimalen und homogenen Kundenservice für alle Benutzergruppen.

Der neu geschaffene Bereich «Digitale Dienste» ermöglicht eine stärkere Koordination und Aussenwahrnehmung der IT-affinen Services und Entwicklungsleistungen der UB.

Die zwei Bereiche «Moderne Sammlungen» und «Historische Sammlungen» orientieren sich stark am bisherigen Organigramm und sichern durch diese Kontinuität das vorhandene vertiefte Spezialwissen und die bewährten Arbeitsabläufe. Bereichs- und abteilungsübergreifende Services, Verwaltungsaufgaben und Stabdienste werden gebündelt und professionell über den Bereich «Zentrale Dienste» erledigt.

Auch wenn das neue Organigramm der UB durch seine klare Linienstruktur überzeugt, so muss dennoch festgehalten werden, dass in der Realität viele Bibliotheksaufgaben und Prozesse über Matrixstrukturen laufen. Grund hierfür sind die dezentralen Strukturen, der Bedarf an verteilten Kompetenzen und der Wunsch optimaler Kundennähe. Die Koordination solcher Abläufe muss über gute Kommunikationsstrukturen und Querschnittgremien gesichert werden.