Porträt von Hermann Hesse

Porträt von Hermann Hesse, aufgenommen von seiner ersten Frau Maria Hesse, geborene Bernoulli. Sign. UBH Portr DE Hesse H 1877, 1

AUSSTELLUNG IN DER LESESAALVITRINE UND DER BASILIENSIA LESEECKE AN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

Hermann Hesse und Basel

9. Dezember 2021 bis 30. April 2022

Am 10. Dezember 1946 erhielt Hermann Hesse den Literaturnobelpreis. Aus Anlass dieses Jubiläums fand Anfang Dezember in Basel ein Festival zu Ehren des Schriftstellers statt, in dessen Rahmen auch ein Platz nach dem Wahlbasler benannt wurde. Auch die Universitätsbibliothek würdigt den Schriftsteller. Eine Ausstellungsvitrine im Lesesaal der Hauptbibliothek präsentiert Dokumente aus dem Bestand der UB – neben Erstausgaben und (illustrierter) Korrespondenz auch Trouvaillen wie etwa ein Bewerbungsschreiben des jungen Hesse zuhanden des Oberbibliothekars aus dem Jahre 1901. Daneben kann in einer eigens eingerichteten Leseecke in den Werken Hesses sowie ausgewählter Literatur zu Leben und Werk des Schriftstellers geschmökert werden.

Hermann Hesses Beziehungen zu Basel sind vielfältig. Bereits als Kind lebte er fünf Jahre in Basel. Nach Abschluss einer Buchhändlerlehre zog es ihn 1899 wieder in die Stadt Jacob Burckhardts, wo er Anstellung in der Reich’schen Buchhandlung in der Freien Strasse fand. In Basel begann Hesses Karriere als freier Schriftsteller, hier schrieb er seinen ersten Erfolgsroman Peter Camenzind (1904). Nun zog es Hesse zwar fort aus der Rheinstadt, zwei seiner drei Ehefrauen stammten jedoch aus Basel, so dass Hesse der Stadt weiterhin verbunden blieb. Die Winter 1923/24 und 1924/25 verbrachte er erneut in Basel und begann hier mit der Niederschrift von Der Steppenwolf.


Peter Ochs

Bibliotheksvitrine im Historischen Museum Basel

Die Textwerkstatt von Peter Ochs-Vischer (1752–1821)

18. Juni 2021 bis Januar 2022

Aus Anlass des 200. Todestages von Peter Ochs am 19. Juni 2021 stellt die Universitätsbibliothek – parallel zur kleinen Ausstellung «Menschenrechte und Revolution» des Historischen Museums – erstmals Manuskripte der von Ochs verfassten «Geschichte der Stadt und Landschaft Basel» aus, die ihr 1867 von Ochs’ Sohn Eduard His-Vischer geschenkt wurden.

Basel im globalen Handel

Gastausstellung im Schweizerischen Wirtschaftsarchiv SWA

Handel im Wandel – Vom Vorort zu economiesuisse (1870-2020)

23. November 2021 – 8. Dezember 2021
Mo bis Fr 8-18 Uhr, Sa bis 16 Uhr

Ausstellung des Archivs für Zeitgeschichte (ETH Zürich)

Basel im globalen Handel
Beitrag im UB Blog


Ré Soupault

Ausstellung in der UB Hauptbibliothek

Ré Soupault - «Es war höchste Zeit...». Eine Avantgardekünstlerin in Basel

21. Mai bis 15. September 2021

Die Bauhaus-Schülerin Ré Soupault war Teil der Avantgarde in Berlin, Mode-Designerin in Paris, Fotografin in Tunis, Journalistin in New York – und nach Jahren des Exils Übersetzerin und Radio-Essayistin in Basel und Paris. Eine Ausstellung an der Universitätsbibliothek Basel folgt den zentralen Bereichen ihres Lebens und Schaffens.


Otto Kleiber

Bibliotheksvitrine im Historischen Museum Basel

Briefe von Exilautor*innen aus dem Archiv Otto Kleiber

18. August 2020 bis 13. Juni 2021
Historisches Museum Basel

Während der nationalsozialistischen Herrschaft erschienen im Feuilleton der Basler National-Zeitung zahlreiche Veröffentlichungen von Autor*innen, die aus Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei exiliert waren.

Die Universitätsbibliothek Basel präsentiert in der kleinen Bibliotheksvitrine im HMB ausgewählte Zeugnisse aus der reichen Brief- und Autografensammlung Otto Kleibers (1883–1969), der von 1919 bis 1953 bei der National-Zeitung als Feuilletonredakteur tätig war.

Die Briefe von Else Lasker-Schüler, Max Brod, Alfred Döblin, Erika Mann und anderen Schriftsteller*innen an Otto Kleiber geben Einblick in die schwierigen Lebens- und Arbeitsbedingungen im Exil. Gleichzeitig weisen sie auf eine Kontinuität literarisch-publizistischen Schaffens hin und zeigen, dass das Feuilleton der grössten Basler Tageszeitung in den Jahren 1933 bis 1945 ein bedeutender Publikationsort des deutschsprachigen Exils war.


Vitrine Papiermühle

Bibliotheksvitrine in der Basler Papiermühle

Frühe Musikdrucke aus Basler Pressen

25. März bis Ende April
Basler Papiermühle (Schweizerisches Museum für Papier, Schrift und Druck)

Musik wurde im 15. Jahrhundert zumeist im Holzschnittverfahren gedruckt. Dabei wurde das ganze Notenbild aus einem Holzblock geschnitzt, die Erhebungen geschwärzt und auf ein Blatt gepresst. Eine komplexere Methode war der Druck mit beweglichen Metalltypen, bei dem Notenlinien, Text und Notenzeichen in mehreren Druckgängen auf das Papier aufgebracht wurden. Gemeinhin gilt Ottaviano Petrucci als Erfinder dieser Technik. 1498 erhielt er in Venedig ein Druckprivileg und veröffentlichte 1501 mit dem «Harmonice Musices Odhecaton A» sein erstes Werk dieser Art.
Die UB Basel verfügt über eine grosse Sammlung an Druckwerken aus dieser Zeit, die in Basel entstanden sind - darunter befinden sich auch einige Musikalien. Diese belegen, dass die örtlichen Druckereien die seinerzeit modernsten Notendrucktechniken ebenfalls perfekt beherrschten.

In der Basler Papiermühle sind drei dieser Drucke aus dem Bestand der Universitätsbibliothek Basel zu sehen. Anlass ist das Konzert des Vereins ReRenaissance vom 28. März 2021 mit Darbietungen aus dem berühmten Erstlingswerk «Harmonice Musices Odhecaton A» (1501) von Ottaviano Petrucci, das ebenfalls als Faksimile im Ausstellungsraum präsentiert wird.