Ausstellungen

Die UB zeigt jährlich drei Ausstellungen in der Hauptbibliothek. Diese gehen aus Forschungsprojekten der Universität Basel hervor, haben einen Bezug zu den Sammlungen der UB oder zur Region Basel. Die Ausstellungen sind kostenlos und richten sich an ein breites, kulturinteressiertes Publikum. Weiter kuratiert die UB regelmässig je eine Vitrine im Historischen Museum Basel und in der Basler Papiermühle.


Key Visual Deal with it

Ausstellung in der UB Hauptbibliothek

Deal with it – Afrikanisches Erbe in Basel

25. AUGUST 2023 bis 16. NOVEMBER 2023

Die Ausstellung stellt die individuelle und gemeinsame Geschichte und Gegenwart von fünf Basler Institutionen aus der Perspektive von Student*innen vor: die Basler Afrika Bibliographien, die Mission 21, das Museum der Kulturen Basel, das Schweizerische Tropen- und Public-Health-Institut und die Universität Basel.

Like Share Comment

Bibliotheksvitrine im Historischen Museum Basel

Like, Share & Comment im Mittelalter

7. MÄRZ 2023 – 10. SEPTEMBER 2023

Wo fanden öffentliche Diskussionen im Spätmittelalter statt, wo heute? In der Bibliotheksvitrine in der Barfüsserkirche zeigen wir die Anfänge der Philosophie in Basel und erkennen das Bild eines diskussionsfreudigen Mittelalters, das nach der Wahrheit sucht. Die kleine Präsentation entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Philosophischen Seminar und der Universitätsbibliothek Basel.

Pantheon

Ausstellung in der UB Hauptbibliothek

Ein Pantheon auf Papier. Die universale Autographensammlung Karl Geigy-Hagenbach (1866–1949)

24. März 2023 bis 21. Juni 2023

Das Sammeln von Autographen herausragender Persönlichkeiten faszinierte ab dem Ende des 18. Jahrhundert zahlreiche Vertreter*innen des (gehobenen) Bürgertums. So auch Karl Geigy-Hagenbach, Spross der Basler Unternehmerfamilie Geigy, der eine der letzten universalen Autographenkollektionen des 20. Jahrhunderts aufbaute, die ihresgleichen sucht: Ob Leonardo da Vinci, Maria Stuart oder Ludwig van Beethoven – wohl alle Grössen der europäischen Herrschafts-, Geistes- und Kulturgeschichte seit 1500 sind mit einem eigenhändigen Schriftstück vertreten. Geigys spektakuläre Sammlung befindet sich grösstenteils in der Universitätsbibliothek Basel und steht nun nach 60 Jahren erstmals wieder im Zentrum einer Ausstellung. Das vielfältige Begleitprogramm spannt den Bogen in die Gegenwart und widmet sich unter anderem der bis heute anhaltenden Leidenschaft, eigenhändig geschriebene Zeugnisse von Prominenten zu sammeln.

Castellio Ausstellung

Ausstellung in der UB Hauptbibliothek

Laboratorien der Toleranz. Castellio und sein Erbe

11. November 2022 bis 2. März 2023

Als Zentrum des Buchdrucks, Wirkungsstätte von Erasmus und durch seine religionspolitische Vermittlerrolle wurde Basel in der Mitte des 16. Jahrhunderts ein Ort, an dem religiöse Dissidenten und Vertreter der radikalen Reformation Zuflucht fanden. Als 1553 der Spanier Michael Servet im Genf Calvins wegen Ketzerei auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde, wurde Basel zum Zentrum der Proteste. Der savoyardische Humanist Sebastian Castellio (1515-1563) verlieh mit seinen mutigen Schriften, die mystische Frömmigkeit mit aufklärerischer Argumentation verbanden, diesem Milieu eine Stimme, die durch die folgenden Jahrhunderte weithin in Europa vernommen wurde, überall, wo Menschen für Religionsfreiheit, Menschenrechte und Toleranz kämpften.

Comites Latentes

Bibliotheksvitrine im Historischen Museum Basel

Comites Latentes – Die Handschriftensammlung von Sion Segre Amar

6. September 2022 bis 5. März 2023

Die «Comites latentes» sind eine bedeutende Privatsammlung v.a. mittelalterlicher Handschriften, die seit 2022 als Dauerleihgabe des Historischen Museum Basel in der Universitätsbibliothek verwahrt wird.

Die Bibliotheksvitrine im Historischen Museum präsentiert den Sammler Sion Segre Amar (1910-2003) und rund 12 ausgewählte Objekte, darunter eine Pergamentrolle mit der biblischen Geschichte der Jüdin Esther, eine aufwändig illustrierte Handschrift mit französischsprachigen Heiligenviten sowie ein Fragment aus der sogenannten Burckhardt-Wildt-Apokalypse: einer Handschrift, die nach ihrem späteren Basler Besitzer Daniel Burckhardt-Wildt (1752–1819) benannt wurde.

Martin Luthers Ausgabe des neuen Testaments, erstes Kapitel des Matthäusevangeliums

Bibliotheksvitrine in der Basler Papiermühle

500 Jahre Lutherbibel

bis 16. Februar 2022
Basler Papiermühle (Schweizerisches Museum für Papier, Schrift und Druck)

Im September 1522, publizierte Martin Luther anonym seine deutsche Übersetzung des Neuen Testaments. Was die ersten beiden Auflagen der Lutherbibel besonders hervorhebt, sind ihre Holzschnitte: Die erste Auflage (das sogenannte Septembertestament) enthält grosse Holzschnitt-Initialen, mit Darstellungen der Evangelisten und Apostel. Des Weiteren illustrieren 21 ganzseitige Holzschnitte aus der Werkstatt Lukas Cranachs des Älteren das Buch der Offenbarung des Johannes (Apokalypse). Die Darstellungen enthalten diverse Anspielungen auf die Verkommenheit des Papsttums, unter anderem tragen die sogenannte Hure Babylon und das Tier der Apokalypse die Papstkrone, die Tiara. Die Sprengkraft dieses Motivs war so gross, dass man dieses Motiv in der zweiten Ausgabe im Dezember 1522 retuschierte.

In der aktuellen Ausstellung in der Papiermühe in Zusammenarbeit mit der UB Basel sind die Bibeln ausgestellt.

Collage «Rorschach»

Ausstellung in der UB Hauptbibliothek

PAST & POST. Fotografie in Archiv und Netz

19. August bis 19. Oktober 2022

Basel ist reich an Fotografie, aktueller wie historischer. Um einen nachhaltigen und sinnstiftenden Umgang damit zu fördern, lud die Christoph Merian Stiftung zwei Institutionen zur Zusammenarbeit ein: den Verein BelleVue – Ort für Fotografie und das Staatsarchiv Basel-Stadt. Gemeinsam entwickelten sie das vierteilige Kooperationsprojekt «Im Bild – Archivierte und zeitgenössische Fotografie im Dialog».

Exponat Pockenimpfung

Bibliotheksvitrine im Historischen Museum Basel

Die Einführung der Pockenimpfung in Basel 1756

1. März bis 4. September 2022

Unsere Vitrine im Historischen Museum Basel widmet sich der Einführung der Pockenimpfung in Basel 1756. Im 18. Jahrhundert waren die Pocken weit verbreitet und endeten oftmals tödlich oder mit bleibenden Schäden. 1756 wurden in Basel die ersten Impfungen durchgeführt - an den Bernoulli-Söhnen. Der 12-jährige Johann III Bernoulli behandelte danach in einer lateinischen Rede die «Inokulation» und ihre Geschichte.

Titelbild Musikdruck

Signatur: UBH kr VI 395

LESESAALVITRINE IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

Musik für Kenner und Liebhaber

bis 22. August 2022

Die Universitätsbibliothek besitzt einen reichen Bestand an Gitarrenliedern aus der gemeinhin als «Biedermeier» bezeichneten Zeit, in welcher solche Musikdrucke eine Hochkonjunktur erlebten, deren Stücke vom Schwierigkeitsgrad her auch für «gebildete Laien» geeignet waren. Komponiertes Kunstlied und ursprünglich mündlich tradiertes Volksliedgut erlebten einen Prozess der gegenseitigen Befruchtung. Sowohl das Klavier als auch die Gitarre waren dabei typische Begleitinstrumente, wobei der Gitarrenspieler sich oft selbst begleitete, während er das Lied sang. Neben Partituren für jedes dieser Instrumente sind Musikdrucke verbreitet, die zwei alternative Begleitungen vorsehen, nämlich für Klavier oder Gitarre. Einige Kostproben davon können derzeit in der Lesesaalvitrine betrachtet werden.

Vor Ländergrenzen machte diese Mode keinen Halt. Um das Zielpublikum zu vergrössern, setzten viele Schweizer Verleger auf zweisprachige Editionen, bei denen der Melodie neben dem deutschen oder mundartlichen Originaltext auch eine französische Übersetzung unterlegt wurde. Oft zeigen Titelvignetten alpenländische Landschaftsansichten oder bilden Episoden des Alltagslebens ab.

Visual Lieblingsstücke

Ausstellung in der UB Hauptbibliothek

Lieblingsstücke - Wir zeigen Schätze aus unserer Bibliothek

1. April bis 22. Juni 2022

Entdecken Sie Schätze aus unserer Bibliothek, darunter Inkunabeln, unlesbare Briefe, verwitterte Objekte, grossformatige Karten, bewegende Bilder oder modernere Trouvaillen in Form von digitalen Publikationen oder Videokassetten. Lassen Sie sich von den vielfältigen Schicksalen ganz unterschiedlicher «Lieblingsstücke» inspirieren und erfahren Sie, wie diese Schätze im ehrwürdigen Gemäuer der Universitätsbibliothek immer wieder zu neuem Leben erweckt werden.

Porträt von Hermann Hesse

Porträt von Hermann Hesse, aufgenommen von seiner ersten Frau Maria Hesse, geborene Bernoulli. Sign. UBH Portr DE Hesse H 1877, 1

AUSSTELLUNG IN DER LESESAALVITRINE UND DER BASILIENSIA LESEECKE AN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

Hermann Hesse und Basel

9. Dezember 2021 bis 30. April 2022

Am 10. Dezember 1946 erhielt Hermann Hesse den Literaturnobelpreis. Aus Anlass dieses Jubiläums fand Anfang Dezember in Basel ein Festival zu Ehren des Schriftstellers statt, in dessen Rahmen auch ein Platz nach dem Wahlbasler benannt wurde. Auch die Universitätsbibliothek würdigt den Schriftsteller. Eine Ausstellungsvitrine im Lesesaal der Hauptbibliothek präsentiert Dokumente aus dem Bestand der UB – neben Erstausgaben und (illustrierter) Korrespondenz auch Trouvaillen wie etwa ein Bewerbungsschreiben des jungen Hesse zuhanden des Oberbibliothekars aus dem Jahre 1901. Daneben kann in einer eigens eingerichteten Leseecke in den Werken Hesses sowie ausgewählter Literatur zu Leben und Werk des Schriftstellers geschmökert werden.

Hermann Hesses Beziehungen zu Basel sind vielfältig. Bereits als Kind lebte er fünf Jahre in Basel. Nach Abschluss einer Buchhändlerlehre zog es ihn 1899 wieder in die Stadt Jacob Burckhardts, wo er Anstellung in der Reich’schen Buchhandlung in der Freien Strasse fand. In Basel begann Hesses Karriere als freier Schriftsteller, hier schrieb er seinen ersten Erfolgsroman Peter Camenzind (1904). Nun zog es Hesse zwar fort aus der Rheinstadt, zwei seiner drei Ehefrauen stammten jedoch aus Basel, so dass Hesse der Stadt weiterhin verbunden blieb. Die Winter 1923/24 und 1924/25 verbrachte er erneut in Basel und begann hier mit der Niederschrift von Der Steppenwolf.


Fritz Platten im Schweizerischen Sozialarchiv

Ausstellung in der UB Hauptbibliothek

Auf der Suche nach Fritz Platten. Die Schweiz und der Kommunismus im 20. Jahrhundert

8. Oktober 2021 bis 23. Februar 2022

Fritz Platten (1883–1942) ist eine der umstrittensten politischen Figuren der Schweizer Geschichte im 20. Jahrhundert. Für die einen ist er ein legendärer Kommunist, andere sehen in ihm einen verblendeten Anhänger Lenins und Stalins, der in der Schweiz zurecht weitgehend in Vergessenheit geriet. Wer aber war Fritz Platten?

Peter Ochs

Bibliotheksvitrine im Historischen Museum Basel

Die Textwerkstatt von Peter Ochs-Vischer (1752–1821)

18. Juni 2021 bis Januar 2022

Aus Anlass des 200. Todestages von Peter Ochs am 19. Juni 2021 stellt die Universitätsbibliothek – parallel zur kleinen Ausstellung «Menschenrechte und Revolution» des Historischen Museums – erstmals Manuskripte der von Ochs verfassten «Geschichte der Stadt und Landschaft Basel» aus, die ihr 1867 von Ochs’ Sohn Eduard His-Vischer geschenkt wurden.

Basel im globalen Handel

Gastausstellung im Schweizerischen Wirtschaftsarchiv SWA

Handel im Wandel – Vom Vorort zu economiesuisse (1870-2020)

23. November 2021 – 8. Dezember 2021
Mo bis Fr 8-18 Uhr, Sa bis 16 Uhr

Ausstellung des Archivs für Zeitgeschichte (ETH Zürich)

Basel im globalen Handel
Beitrag im UB Blog


Ré Soupault

Ausstellung in der UB Hauptbibliothek

Ré Soupault - «Es war höchste Zeit...». Eine Avantgardekünstlerin in Basel

21. Mai bis 15. September 2021

Die Bauhaus-Schülerin Ré Soupault war Teil der Avantgarde in Berlin, Mode-Designerin in Paris, Fotografin in Tunis, Journalistin in New York – und nach Jahren des Exils Übersetzerin und Radio-Essayistin in Basel und Paris. Eine Ausstellung an der Universitätsbibliothek Basel folgt den zentralen Bereichen ihres Lebens und Schaffens.


Otto Kleiber

Bibliotheksvitrine im Historischen Museum Basel

Briefe von Exilautor*innen aus dem Archiv Otto Kleiber

18. August 2020 bis 13. Juni 2021
Historisches Museum Basel

Während der nationalsozialistischen Herrschaft erschienen im Feuilleton der Basler National-Zeitung zahlreiche Veröffentlichungen von Autor*innen, die aus Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei exiliert waren.

Die Universitätsbibliothek Basel präsentiert in der kleinen Bibliotheksvitrine im HMB ausgewählte Zeugnisse aus der reichen Brief- und Autografensammlung Otto Kleibers (1883–1969), der von 1919 bis 1953 bei der National-Zeitung als Feuilletonredakteur tätig war.

Die Briefe von Else Lasker-Schüler, Max Brod, Alfred Döblin, Erika Mann und anderen Schriftsteller*innen an Otto Kleiber geben Einblick in die schwierigen Lebens- und Arbeitsbedingungen im Exil. Gleichzeitig weisen sie auf eine Kontinuität literarisch-publizistischen Schaffens hin und zeigen, dass das Feuilleton der grössten Basler Tageszeitung in den Jahren 1933 bis 1945 ein bedeutender Publikationsort des deutschsprachigen Exils war.


Vitrine Papiermühle

Bibliotheksvitrine in der Basler Papiermühle

Frühe Musikdrucke aus Basler Pressen

25. März bis Ende April
Basler Papiermühle (Schweizerisches Museum für Papier, Schrift und Druck)

Musik wurde im 15. Jahrhundert zumeist im Holzschnittverfahren gedruckt. Dabei wurde das ganze Notenbild aus einem Holzblock geschnitzt, die Erhebungen geschwärzt und auf ein Blatt gepresst. Eine komplexere Methode war der Druck mit beweglichen Metalltypen, bei dem Notenlinien, Text und Notenzeichen in mehreren Druckgängen auf das Papier aufgebracht wurden. Gemeinhin gilt Ottaviano Petrucci als Erfinder dieser Technik. 1498 erhielt er in Venedig ein Druckprivileg und veröffentlichte 1501 mit dem «Harmonice Musices Odhecaton A» sein erstes Werk dieser Art.
Die UB Basel verfügt über eine grosse Sammlung an Druckwerken aus dieser Zeit, die in Basel entstanden sind - darunter befinden sich auch einige Musikalien. Diese belegen, dass die örtlichen Druckereien die seinerzeit modernsten Notendrucktechniken ebenfalls perfekt beherrschten.

In der Basler Papiermühle sind drei dieser Drucke aus dem Bestand der Universitätsbibliothek Basel zu sehen. Anlass ist das Konzert des Vereins ReRenaissance vom 28. März 2021 mit Darbietungen aus dem berühmten Erstlingswerk «Harmonice Musices Odhecaton A» (1501) von Ottaviano Petrucci, das ebenfalls als Faksimile im Ausstellungsraum präsentiert wird.

Plakat Blick auf den Orient

AUSSTELLUNG IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

Blick auf den Orient. Vom Orientalischen Seminar zum Seminar für Nahoststudien 1919-2019

27. September 2019 – 30. November 2019

Die Ausstellung dokumentiert die 100-jährige Geschichte des Seminars, 1919 als Orientalisches Seminar gegründet, anhand der Biografien der Professoren und ihrer Forschung, wobei auch die Vorgeschichte des Seminars vorgestellt wird. Zudem thematisiert sie den Wandel in der Lehre anhand des Arabischunterrichts und geht auf die Orientalismus-Debatte ein, die das Selbstverständnis des Faches veränderte. Präsentiert werden neben Handschriften und Archivmaterial aus den Professorennachlässen der UB auch Hördokumente aus den Medien. Als visueller Einstieg in die Ausstellung werden historischen Orientfotografien des 19. Jahrhunderts aus dem Nachlass von Rudolf Tschudi gezeigt. Interviews mit (ehemaligen) Studierenden runden die Ausstellung ab.

 


Tonmantel einer Lampe

Tonmantel einer Lampe

AUSSTELLUNG IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

Basler Ausgrabungen in Kalabrien

13. April 2019 – 9. Juni 2019

Seit 2009 führt der Fachbereich Klassische Archäologie des Departements Altertumswissenschaften der Universität Basel unter der Leitung von Prof. Martin Guggisberg Ausgrabungen in der Nekropole "Macchiabate" bei Francavilla Marittima in Kalabrien durch. Dabei wurden bereits mehrere Gräber aus dem 8. Jh. v. Chr. entdeckt. Die Ausstellung wurde von Martin Guggisberg und seinem Team unter Mitarbeit von Studierenden realisiert. Sie ist bewusst zweisprachig gehalten, weil sie im Anschluss nach Süditalien verlegt wird.

Ausstellungsplakat Karl Barth

Ausstellung in der UB Hauptbibliothek

Karl Barth. Professor, Prediger, Provokateur

10. Dezember 2018 – 8. März 2019

Der 1886 in Basel geborene Karl Barth gilt weltweit als der bedeutendste evangelisch-reformierte Theologe des 20. Jahrhunderts. Mit seinem umfangreichen Werk hat er internationale Wirkungen erzielt, die weit über die Grenzen seines Fachs, seiner Kirche und der Schweiz hinaus-reichen. Karl Barth war zugleich ein streitbarer Zeitgenosse. Bis zu seinem Tod im Jahre 1968 hat er sich in viele grosse kirchliche und gesell-schaftliche Konflikte und Krisen des 20. Jahrhunderts mit theologischen Beiträgen eingemischt; und er wurde gehört.
Was bewegte Karl Barth? Warum wollte er kein Wissenschaftler im «Elfenbeinturm» sein, sondern nahm immer wieder Stellung zu aktuellen Themen? Wie sah sein persönliches Umfeld aus? Welche Ausstrahlung hatte sein Denken?
Die Ausstellung wird dieses facettenreiche Basler Jahrhundertphänomen durch den Einsatz moderner szenografischer Mittel erfahrbar machen. Konzipiert wurde sie vom Karl-Barth-Zentrum der Universität.
Vor der Eröffnung der Ausstellung wird das Karl-Barth-Jahr 2019 in der Aula der Universität mit der Verleihung des Karl Barth-Preises an Bernhard Christ und einem Vortrag von Prof. Georg Pfleiderer eröffnet.

Foto von Jacob Burckhardts Zimmer

Ausstellung in der UB Hauptbibliothek

Jacob Burckhardt zum 200. Geburtstag

17. Oktober 2018 – 20. Januar 2019

Zum 200. Geburtstag von Jacob Burckhardt wurde eine Ausstellung konzipiert, welche einen Einblick in den Bilderkosmos des Basler Gelehrten bietet. Anhand von Fotos, Graphiken und Dokumenten wird Burckhardts Verbindungen von Wort und Bild und seinem grossen "Durst nach Anschauung" nachgegangen.

lesotho

AUSSTELLUNG IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

«Unser Land»? Lesothos schweizerische Nationalhymne

29. September 2018 – 1. Dezember 2018

Die Ausstellung des Musikwissenschaftlichen Seminars der Universität Basel erzählt die ungewöhnliche Geschichte einer gewöhnlichen Melodie. Komponiert hat sie in den frühen 1820er Jahren der Basler Musikpädagoge Ferdinand Samuel Laur nach einem Gedicht von Friedrich Schlegel. Zunächst verbreitet sich das unscheinbare Chorstück in der Schweiz, dann in Frankreich als Schul-, Trink- und Vaterlandslied, bis es sich um 1870 mit lesothischen Versen aus der Feder des Missionars François Coillard versehen in einem Schulbuch der britischen Kronkolonie Basutoland in Südafrika wiederfindet. Mit seiner Anfangszeile „Lesōthō fatše la bo ntat'a rōna“ –„Lesotho, Land unserer Väter“ wird das Lied 1967 schliesslich zur Nationalhymne des unabhängig gewordenen Königreichs Lesotho. Unterdessen ist es dort ein fester Bestandteil der staatlichen Eigenständigkeit geworden und wird mit viel Selbstbewusstsein gesungen, aber durchaus auch mit Skepsis diskutiert, ist das Lied doch letztlich auch ein Relikt der europäischen Imperialismus- und Erziehungskultur in Afrika.

Themenabend am 24. Oktober: Mitglieder des Chors «Black Is Beautiful» aus Lesotho singen verschiedene Versionen der Nationalhymne Lesothos sowie traditionelle Gospels


Ausstellungsplakat

AUSSTELLUNG IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

Johann Jakob Sprengs allgemeines deutsches Glossarium

30. Mai 2018 – 1. September 2018

Die Ausstellung erinnert an den vielfältig begabten Gelehrten Johann Jakob Spreng (1699–1768), der sich in verschiedenen Tätigkeiten in die Stadtgeschichte Basels eingeschrieben hat: Spreng war studierter Theologe, Waisenhauspfarrer und Professor an der Basler Universität. Ausserdem war er als Autor, Lyriker und Sprachforscher tätig.
Sprengs grösstes Werk jedoch wurde bis heute nicht gewürdigt, da es zeitlebens unveröffentlicht blieb. Dies holt die UB Basel mit dieser Ausstellung nach. Es handelt sich um das "Allgemeine Deutsche Glossarium", ein historisch-etymologisches Wörterbuch von immensem Umfang, an dem Spreng fast ein Leben lang bis zu seinem Tod gearbeitet hatte. Einerseits wird in der Ausstellung die Biografie Sprengs nachgezeichnet, andererseits stellen wir die Überlieferungsgeschichte des Manuskripts sowie das Editionsprojekt an der Universitätsbibliothek Basel vor. Schliesslich wird versucht, Sprengs sprachhistorische und sprachpflegerische Tätigkeit in den Kontext der deutschsprachigen Lexikographie des 18. Jahrhunderts einzuordnen.


wenger

AUSSTELLUNG IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

Lisa Wenger – eine Frau von besonderem Format

23. März 2018 – 23. Juni 2018

Viele kennen sie, nur wissen sie es nicht: Lisa Wenger (1858–1941) gehörte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den meistgelesenen Schweizer Autorinnen. Ihr Bilderbuch "Dr Joggeli söll go Birli schüttle" mit seinem auffälligen Querformat wird noch heute gedruckt und wird von Kindern nach wie vor verschlungen. In Bern geboren und in Basel aufgewachsen, betrieb die ausgebildete Künstlerin einige Jahre eine Porzellan-Malschule, engagierte sich als Fabrikantengattin für die Frauenrechte, führte zusammen mit ihrem Mann ein offenes Haus für viele Künstler, war die Grossmutter von Meret Oppenheim sowie für kurze Zeit die Schwiegermutter von Hermann Hesse. Die von Helen Liebendörfer und Bernhard Graf konzipierte Ausstellung zeigt, wie diese Künstlerin ihre vielseitigen Begabungen dafür einsetzte, ein soziales Zusammenleben - und besonders auch die Stellung der Frau in Ehe, Familie und Staat - immer wieder ins Bewusstsein zu rufen.

Foto der Ausstellung

AUSSTELLUNG IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

Das linke Ohr. Der Komponist Jacques Wildberger

8. Dezember 2017 – 3. März 2018

Die Ausstellung "Das linke Ohr" über den Komponisten Jacques Wildberger verspricht viel Musik. Nicht nur an den einzelnen Vitrinen, an denen über Kopfhörer die ausgelegten Musikstücke gehört werden können, auch an diversen Themenabenden, Konzerten und Veranstaltungen werden die Kompositionen des sozial- und gesellschaftskritischen Baslers vernehmbar werden.

Vernissage am 7. Dezember 2018: Stephan Schmidt, Direktor der Musikhochschule, spielt ein Gitarrenstück von Jacques Wildberger.

Themenabend vom 31. Januar mit musikalischer Darbietung des renommierten Saxophonisten Beat Hofstetter.

Finissage am 2. März, an der Johanna Schwarzl auf der Kontrabassflöte Wildbergers Fantasia sul re interpretieren wird. Dazu werden von Michael Kunkel, dem Kurator der Ausstellung, Führungen durch die Ausstellung angeboten.


BIBLIOTHEKSVITRINE IM HISTORISCHEN MUSEUM BASEL

100 Jahre Legat Rudolf Brüderlin

November 2017 – Februar 2018

Dieses Mal ist die Bibliotheksvitrine der UB im Historischen Museum Basel dem Bankier Rudolf Brüderlin (1853–1917) gewidmet, dessen Legat sich seit 100 Jahren in der UB befindet. Ein Teil davon wird nun ausgestellt. Brüderlin war nicht nur Bankier und Börsenmakler sowie Offizier des Generalstabs und Grossrat, sondern auch passionierter Sammler von Militaria, Orden, Münzen und Medaillen, die er den öffentlichen Institutionen der Stadt vermachte. Er gilt als ein engagiert recherchierender und vielfältig interessierter Sammler des Schönen und der Geschichte seiner Stadt.


Ausstellungsplakat

Ausstellung in der UB Hauptbibliothek

Von Basel nach Bursa und zurück

21. September 2017 – 25. November 2017

Die UB besitzt ein prachtvolles Fotoalbum mit dem Titel 'Vues de Brousse' (Signatur: UBH AV XIV 9 Folio). Es entstand um 1888 im berühmten osmanischen Fotostudio Sébah & Joaillier und enthält knapp einhundert Stadtansichten der ersten osmanischen Hauptstadt Bursa. Die Stadt, in der Nähe von Istanbul gelegen, war seit byzantinischer Zeit ein wichtiger Produzent von Rohseide. Basel galt als Zentrum der Seidenbandindustrie. Die Ausstellung erzählt die Geschichte des Fotoalbums und wie es nach Basel kam.

Porträt des Johann Bernoulli der Erste

Bibliotheksvitrine im Historischen Museum Basel

Johann Bernoulli zum 350. Geburtstag

September 2017 – November 2017

Anlässlich des 350. Geburtstags von Johann I Bernoulli widmet sich eine kleine UB-Ausstellung in der Bibliotheksvitrine des Historischen Museums Basel dem Wirken und der internationalen Vernetzung des weltberühmten Mathematikers. Die von Fritz Nagel konzipierte Schau präsentiert neben der Gesamtausgabe von Bernoullis Schriften u.a. seine Diplome aus Berlin, Paris und St. Petersburg, seinen handschriftlichen Lebenslauf sowie ein Porträt. Johann I Bernoulli zählt zusammen mit seinem Bruder Jacob und seinem Sohn Daniel zum glänzenden "Dreigestirn der Mathematik" in Basel. Als Sohn einer Basler Kaufmannsfamilie erschloss er sich zusammen mit seinem Bruder ab 1684 autodidaktisch die damals noch rätselhafte Infinitesimalmathematik, die Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) erfunden hatte. Bernoulli baute deren Methoden aus und löste mit ihnen schwierigste Probleme in den Bereichen Mathematik, Physik und Astronomie. Als Professor der Mathematik in Groningen (1695-1705) und Basel (1705-1748) machte Bernoulli zudem in Vorlesungen, Publikationen und Briefwechseln die Leibnizsche Mathematik lehr- und lernbar.

Übersetzer

Ausstellung in der UB Hauptbibliothek

Schreibtische: Übersetzer in der Schweiz und in der Ukraine

6. November 2017 – 30. Dezember 2017

Eine Kooperation zwischen der Universitätsbibliothek Basel, dem Übersetzerhaus Looren und dem Osteuropa-Forum Basel (OFB)

«Die Weltliteratur wird von Übersetzern gemacht», so der Literaturnobelpreisträger José Saramago. Wir wissen heute meist, unter welchen Umständen berühmte Autoren und Autorinnen ihre Werke geschrieben haben, wir kennen ihre Schreibstätten. Aber wie und wo arbeiten Übersetzer an der Übertragung literarischer Texte? In dieser vom Übersetzerhaus Looren in Wernetshausen/ZH organisierten Ausstellung gewähren je drei Übersetzer und Übersetzerinnen aus der Schweiz und aus der Ukraine Zutritt zu ihrem Zuhause und zu ihren Schreibtischen und zeigen Facetten eines zwischen Handwerk und Kunst angesiedelten Metiers.

afrikanische Pressefotografien

Ausstellung in der UB Hauptbibliothek

Bilder des Zeitgeschehens. Pressefotografie und Archive in Afrika

28. April 2017 – 26. August 2017

Die Ausstellung wirft einen Blick in afrikanische Pressefotoarchive. Wesentliche Entwicklungen und Veränderungen, die die Pressefotografie in Afrika geprägt haben, werden beleuchtet. Sie ist das Resultat eines zwischen 2013 und 2015 in Kamerun durchgeführten Nachhaltigkeits-Projekts zum Schutz und zur Erhaltung von Pressefotoarchiven in Afrika. Konzipiert und kuratiert wurde die Ausstellung von African Photography Initiatives (APhI), einem Forschungsprojekt des Zentrums für Afrikastudien der Universität Basel. 2007 von Jürg Schneider und Rosario Mazuela gegründet, setzt sich APhI für den Schutz und die Erforschung des fotografischen Erbe Afrikas ein.

Foto eines Künstlerbuches

Ausstellung in der UB Hauptbibliothek

Bücher tanzen aus der Reihe. Künstlerbuchsammlung von Julia Vermes

3. Dezember 2016 – 25. März 2017

Julia Vermes ist 1940 in Budapest geboren. Nach der Handelsmatura erfolgte eine Ausbildung zur Dekorateurin. Sie lebt seit 1967 in der Schweiz und arbeitete in Basel 33 Jahre lang in einer Privatbank. Nach ihrer Pensionierung intensivierte sie ihre Sammlertätigkeit in diversen Gebieten, die alle mit Schrift zu tun haben: Alphabete, Künstlerbücher, Insel-Bücherei, Exlibris, Brieföffner. Die Ausstellung "Bücher tanzen aus der Reihe" mit Künstlerbüchern aus der Sammlung von Vermes bietet einen enormen Reichtum an Farben und Formen, zeigt Heiteres und Ernsthaftes in fruchtbarem Wettstreit. Zu sehen gibt es mehr als 200 Exponate.

Foto der Ausstellung

AUSSTELLUNG IM BASLER MÜNSTER

Das bessere Bild Christi

24. Juni 2016 – 12. November 2016

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Erasmus von Rotterdam und seine epochale Ausgabe des Neuen Testaments von 1516. Als Humanist bekannte sich Erasmus zeitlebens nie zur damals brodelnden religiösen und politischen Kraft der Reformation, und doch gilt er als einer ihrer entscheidenden Wegbereiter. Mit seiner Botschaft, weder starre Tradition noch kirchlicher Prunk, sondern alleine der biblische Text stehe im Zentrum des christlichen Glaubens, hat er den Geist seiner Zeit getroffen. Erasmus glaubte, dass sich das wahre Bild Christi nicht dem Betrachter berühmter Gemälde, sondern allein dem Leser des Neuen Testaments offenbare: Das Evangelium sei eben das «bessere Bild Christi». So revolutionär sein Schaffen damals war, so relevant ist es heute - exakt 500 Jahre später - immer noch. Vor dem idealen historischen Hintergrund, dem Hochchor des Basler Münsters, wird die Ausstellung eindrückliche Einblicke in das Denken und Arbeiten des Erasmus bieten. Im Zentrum steht das hier in Basel gedruckte, ausserordentliche Werk, mit dem Erasmus die Geschichte des christlichen Glaubens von unserer Stadt aus massgeblich beeinflusst hat. Den Besucherinnen und Besuchern wird eine intensive Begegnung mit dem Text ermöglicht, wie Erasmus sie sich wünschte. Präsentiert werden ausserdem byzantinische Handschriften, die Erasmus als Vorlagen dienten, sowie kostbare Teile aus seinem Nachlass, der zu den grössten Schätzen unserer Universitätsbibliothek zählt. Erarbeitet wurde die Ausstellung von Ueli Dill und einem Team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Abteilung Handschriften und Alte Drucke.

Ausstellungsplakat

Ausstellung in der UB Hauptbibliothek

Zur Geschichte der Basler Presse

29. April 2016 – 29. Oktober 2016

Die Basler Medienlandschaft ist in Bewegung. Die politische Vereinnahmung der BaZ hat lauten Protest und die Forderung nach Alternativen provoziert. Doch wer meint, das sei gänzlich neu, der irrt sich: In der Geschichte der Basler Presse waren Fusionen, Übernahmen, Zeitungssterben, Neugründungen und Prozesse an der Tagesordnung. Die von David Tréfás erarbeitete und von der Zürcher Szenografin Barbara Pulli gestaltete Ausstellung führt uns das deutlich vor Augen. Nur schon die beeindruckende synoptische Übersicht an der Wand neben dem Eingang bringt manches Erhellende zutage. Und taucht man in die Texte an den einzelnen Lesestationen ein, so ist man überrascht und fasziniert von der Breite und Vielfalt der Themen und deren Berichterstattung.

Porträt des Johann Jakob Bachofen

LESESAALVITRINE IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

Johann Jakob Bachofen zum 200. Geburtstag

Dezember 2015 – März 2016

Die UB und das Antikenmuseum ehren Johann Jakob Bachofen zu dessen 200. Geburtstag. Obwohl Johann Jakob Bachofen (1815–1887) neben Jacob Burckhardt und Friedrich Nietzsche zum "Dreigestirn" am geistigen Himmel Basels des 19. Jh. gezählt wird, hat er zu seinen Lebzeiten nie dieselbe Wertschätzung erfahren wie die beiden anderen grossen Geister. Das hing wohl mit seiner Ablehnung der politischen und institutionellen Verhältnisse seiner Zeit zusammen. Aber auch seine radikale These des "Mutterrechts", der matriarchalen Prägung früherer Kulturen, sorgte damals für einige Skepsis. Die UB und das Antikenmuseum nehmen das Datum zum Anlass, mit zwei kleineren Ausstellungen des Basler Gelehrten und dessen reicher Hinterlassenschaft zu gedenken.

Ausstellungsplakat

Ausstellung in der UB Hauptbibliothek

Wiederentdeckt! - zur Entdeckung des Römischen Theaters in Augst

Dezember 2015 – März 2016

Im römischen Theater von Augusta Raurica wird seit Jahrhunderten gegraben, dokumentiert und geforscht. Die Ausstellung "Wiederentdeckt!" führt uns in die Renaissance zurück, zu den Anfängen dieser Forschungen am Ende des 16. Jh. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht der Jurist und Gelehrte Basilius Amerbach, der teilweise in enger Zusammenarbeit mit dem Kunstmaler Hans Bock dem Älteren die Ruine vermessen, untersucht und beschrieben hat. Die wertvolle Sammlung von Plänen, Skizzen und Notizen, die damals entstand, wird heute bei uns in der UB aufbewahrt. Amerbachs unermüdliches Bestreben, die Ruine möglichst genau einzumessen und zu verstehen, zeugt von einer beeindruckenden Wissbegier. Das erklärte Ziel unserer Ausstellung ist es, die immense und weit über die Epoche der Renaissance hinausreichende historische und wissenschaftliche Bedeutung von Amerbachs Aufzeichnungen vor Augen zu führen. Nicht zuletzt geht es auch darum, ein wichtiges Stück Basler Regionalgeschichte, in der die Familie Amerbach seit jeher eine wichtige Rolle gespielt hat, wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Ausstellungsplakat

AUSSTELLUNG IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

Thea Sternheim und ihre Welt

18. September 2015 – 28. November 2015

Thea Sternheim, 1883 in Neuss geboren, war die zweite Frau und Muse des Dramatikers Carl Sternheim. Sie verkehrte zeitlebens in den wichtigsten Schriftsteller- und Künstlerkreisen, emigrierte aufgrund des aufkeimenden Nationalsozialismus 1930 nach Paris und war eng befreundet mit André Gide, Gottfried Benn, Annette Kolb und Pablo Picasso. Ihre umfangreichen Tagebücher zeugen von einer aussergewöhnlichen, hellwachen Frau, für die das Schreiben und Reflektieren Lebensinhalt war. Mit 80 Jahren zog sie nach Basel, wo sie 1971 starb. Fast täglich führte Thea Sternheim ihr Tagebuch. Darin spiegelt sich das innere wie das äussere Leben, und es dokumentiert ihre Suche nach geistiger Orientierung, ihren Kampf um Selbständigkeit sowie ihre Emanzipation aus den Zwängen gesellschaftlicher Konventionen und einer schwierigen Ehe. Die Begegnungen mit Persönlichkeiten aus Literatur, Kunst und Politik und die mit scharfem Sinn erlittenen politischen Katastrophen und menschlichen Tragödien ergeben ein Panorama Westeuropas der ersten zwei Drittel des 20. Jahrhunderts. Die von Thomas Ehrsam und Regula Wyss konzipierte Ausstellung will dieses Panorama mit zahlreichen Fotografien der Autorin, ihren Tagebüchern und zahlreichen Dokumenten sichtbar machen. Die Vernissage beinhaltet eine Führung durch die Ausstellung und eine Lesung aus den Tagebüchern und Thea Sternheims Roman "Sackgassen" durch die Schauspielerin Dagny Gioulami.


BIBLIOTHEKSVITRINE IM HISTORISCHEN MUSEUM BASEL

Musikalische Soireen bei Lukas Sarasin im Blauen Haus

August 2015 – Oktober 2015

In der UB-Vitrine im Historischen Museum Basel ist zurzeit die Musikbibliothek von Lucas Sarasin ausgestellt. Dank Lucas Sarasin (1730–1802) ist die UB im Besitz einer weltweit einzigartigen Sammlung von frühklassischer Musik. In seinem Blauen Haus am Rheinsprung veranstaltete der Seidenbandfabrikant Sarasin musikalische Soireen, die Ende des 18. Jahrhunderts zu den erlesensten gesellschaftlichen Ereignissen der Stadt zählten. Als Grundlage des gemeinsamen Musizierens erwarb er in den wichtigsten Musikzentren Europas Abschriften aktueller Kompositionen. Sie bilden den Grundstock der Sarasin'schen Musikbibliothek, die einst über 1200 Kompositionen umfasste. Rund 400 Manuskripte haben überlebt, ebenso der systematisch angelegte Originalkatalog. Zudem sind zeitgenössische Instrumente aus den Beständen des Museums für Musik sowie bildliche Darstellungen und Karikaturen von Musikdarbietungen und Terrakotta-Figuren von Musikern aus der berühmten Zizenhausener Werkstatt von Anton Sohn zu sehen.


Ausstellungsplakat

AUSSTELLUNG IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

Leben oder Schreiben. Der Erzähler Warlam Schalamow

12. Juni 2015 – 5. September 2015

Literatur aus dem Gulag. Die für das Literaturhaus Berlin konzipierte Ausstellung über den russischen Gulag-Autor ist mehrere Monate quer durch Europa getourt. Im abgedunkelten ersten Raum sind via Beamer Bilder aus der Kolyma zu sehen, jener unwirtlichen Gegend im Osten Sibiriens, wo Warlam Schalamow viele Jahre unter extremen Bedingungen in den Arbeitslagern Stalins verbrachte. Im zweiten, grösseren Raum sind auf markanten Holzgerüsten Bilder und Dokumente zu Schalamows Leben und Schreiben angebracht. Dazu zwei Dokumentarfilme mit Originalbildern sowie einige Vitrinen, die von Studierenden des Slawischen Seminars zur Gulag-Literatur anderer Autoren gestaltet wurden.


Ausstellungsplakat

AUSSTELLUNG IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

Von Lastern und Missbräuchen. Basler Mandate und Kirchenordnungen im 16. und 17. Jahrhundert

14. März 2015 – 23. Mai 2015

Mit Hilfe von Ordnungen und Mandaten reagierte die Basler Obrigkeit im 16. und 17. Jahrhundert auf Entwicklungen, Missstände und Krisen, stets mit der Absicht, die "gute Ordnung" zu bewahren, das gesellschaftliche Zusammenleben zu regulieren und alles Fehlverhalten und insbesondere die Gotteslästerung zu verhindern. Denn weder sollte im protestantischen Basel geflucht noch Meineid geschwört, zuviel getrunken oder dem Glücksspiel gefrönt werden. Geregelt wurde auch das Zelebrieren von Festen, die Sozialfürsorge und das Almosenwesen, aber auch das Familienleben, Unzucht und Ehebruch. Im Rahmen eines an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften angesiedelten kleinen Forschungsprojekts hat Prof. Thomas Wilhelmi mit seinen Mitarbeitern eine Ausstellung über die vom Rat erlassenen Mandate und die Kirchenordnungen aus der Zeit der Reformation und aus den Jahrzehnten danach vorbereitet.

Foto von Ärzten und Krankenschwestern im 1. Weltkrieg

UB MEDIZIN SCHAUFENSTER

Zwischen Front und Lazarett

Dezember 2014 – März 2015

Heidrun Janka hat zusammen mit David Tréfás aus UB-eigenen Quellen und Dokumenten eine Schaufensterausstellung in der UB Medizin realisiert, in deren Zentrum die Schweizer Kriegschirurgie und Kriegsorthopädie, die Sanitätsmissionen von Schweizer Ärzten in Kriegsgebieten und die Internierung von Kriegsverletzten im Ersten Weltkrieg steht.


Ausstellungsplakat

AUSSTELLUNG IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

Ernst Reiter

12. Dezember 2014 – 28. Februar 2015

Ernst Reiter gehörte im 19. Jahrhundert zu den wichtigsten und einflussreichsten Musikerpersönlichkeiten in unserer Stadt. Als junger Mann kam er 1836 nach Basel und wirkte hier, mit nur kurzen Unterbrechungen, bis zu seinem Tod 1875 als Geiger, Komponist und Dirigent. Basels Musikleben erlebte in dieser Zeit einen nie zuvor erlebten Aufbruch und überschritt die Grenzen der Hausmusikkultur der vorigen Jahrhunderte. Reiter baute musikalische Institutionen auf und aus, beflügelte sie mit seinen Dirigaten und Kompositionen und verknüpfte Basels Musikleben international: Johannes Brahms und Clara Schumann und viele andere Persönlichkeiten waren gern gesehene Gäste, die damalige "Moderne" ist zuverlässig in Musikprogrammen zu finden. Sein Nachlass wird bei uns in der UB aufbewahrt. Mit dieser Ausstellung ehren wir das Andenken eines heute nahezu vergessenen Musikers, der darüber hinaus ein hervorragender Netzwerker war.


Ausstellungsplakat

AUSSTELLUNG IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

200 Jahre Statuten der Basler Künstlergesellschaft

26. September 2014 – 29. November 2014

Die Basler Künstlergesellschaft ist Basels älteste Vereinigung von Künstlern und Kunstfreunden. In ihrer wechselhaften Geschichte war sie u.a. beteiligt an der Entstehung des Basler Kunstvereins und der Kunsthalle Basel, zu deren Finanzierung sie den ersten Basler Fährbetrieb beim Münster und später den zweiten im Klingental gründete. Sie initiierte den Bau des St. Jakob- sowie des Hebeldenkmals und prägt mit wichtigen Werken wie der Bemalung des Rathausturmes oder den Fresken in der Schmiedenzunft noch heute den öffentlichen und halböffentlichen Raum Basels. Neben Basler Kunstschaffenden gehörten der BKG auch prominente auswärtige Mitglieder wie Cuno Amiet, Max Buri oder Giovanni Giacometti an. Die Ausstellung zeigt die Geschichte der BKG seit ihren Anfängen, zusammengestellt und konzipiert von Studierenden des Kunsthistorischen Seminars der Universität Basel unter der Leitung von PD Dr. Axel Christoph Gampp.


Ausstellungsplakat

AUSSTELLUNG IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

Der erste Weltkrieg in der Region Basel

Juni 2014 – September 2014

Die Region Basel war vom Ersten Weltkrieg in vielerlei Hinsicht betroffen. Scharf bewachte Grenzen durchschnitten die Region. Der Personenverkehr wurde stark eingeschränkt, der Wirtschaftsraum auseinandergerissen. Im Elsass tobten schwere Kämpfe, und in der Industrieregion wuchs die soziale Not. Die Auswirkungen des Kriegs sind bis heute zu spüren. In der von David Tréfás und Barbara Pulli konzipierten Ausstellung werden Fotografien, Bücher, Plakate und andere Schätze der UB in ihrem thematischen Zusammenhang gezeigt.

8. Juli Telebasel sendet live aus der Ausstellung: im Gespräch mit David Tréfás
27. August Themenabend


Zeichnung von Mathilde Paravicini

LESESAALVITRINE IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

Mathilde Paravicini – Die Basler "Mutter der Ärmsten"

Februar 2014 – Mai 2014

Man nannte Mathilde Paravicini (1875–1954) eine Philanthropin oder auch die "Mutter der Ärmsten", weil sie im Ersten Weltkrieg für die französischen Flüchtlinge aus den Kampfgebieten in Nordfrankreich sorgte. Zuerst in Schaffhausen, wohin sie täglich mit der Bahn reiste, betreute sie ab 1917 Flüchtlinge und Verwundete. Sie kümmerte sich um Gefangene in Basel und agierte in diversen Hilfskomitees. Nach dem Krieg nahm sie sich der Rückkehrer von den Fronten und der Repatrianten an. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme von 1933 organisierte Paravicini die Kinderzüge für das Schweizerische Hilfswerk für Emigrantenkinder (SHEK), das jüdische Kinder aus Paris in die Schweiz brachte. Bis 1948 holte Mathilde Paravicini Tausende erholungsbedürftige Kinder aus ganz Europa in die Schweiz. 1942 wurde Mathilde Paravicini von der Medizinischen Fakultät der Basler Universität als erste Frau mit einem Dr. h. c. geehrt und 1919 und 1946 von der französischen Regierung mit einem Orden der Ehrenlegion ausgezeichnet. Die von Helena Kanyar konzipierte Ausstellung findet zum 50-jährigen Jubiläum dieses Ehrenaktes statt. Sie dokumentiert die Aktivitäten der charismatischen Pionierin der Kinderzüge und präsentiert noch nie gezeigte Originalexponate und Bilder aus dem Familienarchiv sowie das originale Fasnachtkostüm aus Samt und Seide, das die kleine Mathilde 1880/82 getragen hat und das als Schenkung im Historischen Museum Basel aufbewahrt wird.


Ausstellungsplakat

AUSSTELLUNG IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

Die Sünde der Wissenschaft

28. Februar 2014 – 31. Mai 2014

Wissenschaft und Sünde, Moral und Lust stehen in der Anatomie ebenso nah beieinander wie Faszination und Abscheu, wie Ordnung und Chaos. Die Vielfalt dieser Aspekte in den Kontext des religiösen und erotischen Bildrepertoires zu stellen, ist das Anliegen dieser Ausstellung. Sie nutzt die Gelegenheit des 500. Geburtstags Vesals, um einen vertieften Einblick in die reichen Bestände an anatomischen Büchern in unseren Magazinen zu geben. Die beiden Ausstellungsmacherinnen Dominique Brancher und Maike Christadler, erstere Professorin für französische Literatur, letztere Historikerin an der Universität Basel, haben sich über längere Zeit intensiv mit diesen Beständen auseinandergesetzt. Im Rahmen eines Seminars haben sie mit ihren Studierenden diverse Teilaspekte erarbeitet, die in der mit prachtvollen Exponaten ausgestatteten Ausstellung präsentiert werden. Wer einen Blick in den aus konservatorischen Gründen erheblich abgedunkelten Ausstellungsraum wirft, wird sofort verzaubert von den faszinierenden Darstellungen des menschlichen Körpers, wie sie Künstler und Wissenschaftler seit dem Spätmittelalter bis ins 18. Jahrhundert erschufen.

Themenabend "Bilder und Körper - die Anatomie in Kunst und Wissenschaft" mit Dominique Brancher und Maike Christadler

Website: https://suendederwissenschaft.unibas.ch

Ausstellungsfoto

AUSSTELLUNG IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

Das Zwischen – Zur heilenden Wirkung von Worten

18. Oktober 2013 – 1. Februar 2014

Heilung durch Worte? Worte als Medizin? Ist Beten vielleicht wirksamer als jede Therapie? "Heile, heile Säge" mehr als nur ein Trostpflaster für Kinder? Das Gespräch mit dem Arzt ein ebenso effektives Heilmittel wie das Medikament, das er verschreibt? Was hat es mit der Psychoanalyse auf sich, die allein auf den Austausch von Worten setzt, und was mit der Poesie- und der Bibliotherapie? Inwiefern kann Literatur heilsam sein? Und schliesslich: Was hat das Zwischen mit alledem zu tun? Dies sind Fragen, die unsere Ausstellung aufwirft und beantworten möchte. Nebst dem Hauptteil im Ausstellungsraum der UB wird die Ausstellung auch einen Satelliten in der UB Medizin haben. Unter dem Titel "Von Wunden und Wundern" werden im Foyer an der Spiegelgasse 5 Texte und Bilder des Basler Autors Frank Geerk gezeigt, die er in seinen letzten Lebensjahren geschaffen hat. Sie sind Ausdruck seines Bemühens, aufgrund seiner Krankheitserfahrung in neue Erkenntnisbereiche vorzustossen.

Begleitprogramm: Jeden Mittwoch von 17.00 bis 18.30 Uhr ist das Ausstellungsteam vor Ort, um mit Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch zu kommen.

Am Mittwoch 11. Dezember um 18.00 Uhr findet ein vom Basler Psychiater Urs Fellmann moderiertes Gespräch mit der Künstlerin Christine Camenisch und Zen-Lehrer Peter Widmer zum Thema "Die Magie des Lichts" statt.

Am Mittwoch 15. Januar um 18.00 Uhr spricht Co-Ausstellungsmacher Marc Steffen mit Urs Fellmann über "Psychoanalyse und Heilen".


LESESAALVITRINE IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

SCRIPTA MANENT – Vitrinenausstellung zur Bestandeserhaltung

Mai 2013 – August 2013

Die kleine Vitrinenausstellung SCRIPTA MANENT (dt. "es ist das Geschriebene, das bleibt") gibt Einblick in die Arbeit der Bestandserhaltung innerhalb der Abteilung Handschriften und alte Drucke. Drei Praktikantinnen haben ein Jahr lang im Projekt "Konservative Massnahmen und Schutzmassnahmen an klassischen alten Büchern" mitgearbeitet und dabei auch kleinere Restaurierungen durchgeführt, um sich auf das Studium der Konservierung und Restaurierung an der Hochschule der Künste Bern vorzubereiten. Sie präsentieren einige bearbeitete Objekte, zahlreiche Arbeitsfotos sowie verwendete Materialien und Werkzeuge. Dazu wollen sie auch kurz die ethischen Grundsätze ihrer Arbeit sowie Informationen über ihren zukünftigen Werdegang vermitteln. Die Ausstellung soll zeigen, dass neben dem Sammeln und dem Bereitstellen der Bestände zur Benutzung auch die dritte Hauptaufgabe einer Bibliothek, nämlich das Bewahren und Pflegen der Sammlung, an der UB einen wichtigen Platz einnimmt


Ausstellungsfoto

AUSSTELLUNG IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

Sebastian Münster: "Im Hafen fahre ich zur See"

21. Juni 2013 – 27. September 2013

Für die Ausstellung wurde Sebastian Münsters Cosmographia zum Ausgangspunkt genommen. Mit ihren fantastischen Karten und Bildern gehört die Weltbeschreibung des humanistischen Gelehrten gewiss zu den schönsten und attraktivsten Werken in unseren Bibliotheksmagazinen. Die Grundfrage der Ausstellung lautet: Wie hat die Welt für die damaligen Menschen ausgesehen? Der lange Jahre in Basel (u.a. auch als Rektor der Universität) wirkende Münster (1488–1552) bezog sein Wissen aus den Reiseberichten und Erzählungen verschiedener Gelehrter, Geographen, Kartographen und Seereisender. Er zog auch literarische Werke heran, die zum Teil mehr einer blühenden Fantasie als der Realität entsprachen. So zählte Marco Polo ebenso zu seinen Quellen wie der fiktionale Bericht des mittelalterlichen Ritters Jehan de Mandeville über Indien und China. Münster beschrieb eine fabelhafte Welt, in der die seltsamsten Geschöpfe vorkommen, wie beispielsweise Menschen mit Hundeköpfen oder Seeungeheuer, die auf wundervollen Holzschnitten in der Cosmographia abgebildet sind.

Finissage 19. September 2013: Vortrag von Katharina Suter-Meyer mit dem Titel "Geographie als Ort für identitätsstiftendes Schreiben"


Foto von Cécile Ines Loos

LESESAALVITRINE IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

Cécile Ines Loos

Februar 2013 – Mai 2013

Diese Ausstellung widmet sich Cécile Ines Loos, der 1959 verstorbenen Basler Schriftstellerin. Gestaltet wurde sie aus dem in der UB liegenden Nachlass von Isabelle Schaub in Zusammenarbeit mit der Abteilung Bestandeserhaltung der Universitätsbibliothek. Ziel der Ausstellung ist, Cécile Ines Loos wieder ins Bewusstsein der literarischen Rezeption zu bringen. Früh elternlos, wuchs Loos in Burgdorf und in einem Armen-Waisenhaus bei Bern auf. Nach dem Kindergärtnerinnendiplom lebte sie als Privatlehrerin in der Schweiz und in England, ehe sie nach der unehelichen Geburt eines Kindes 1911 in eine tiefe, nie mehr völlig überwundene Lebenskrise geriet. Erst ab 1921, als sie - als Zimmermädchen und später als Sekretärin - wieder in Basel lebte, fand sie allmählich zu sich selbst zurück und wurde an der Reflexion über ihre Erfahrungen zur Schriftstellerin. Ihr erster Roman, in dem sie ihre Erlebnisse von 1911 bis 1921 auf einen polnisch-russischen Schauplatz verpflanzte, hiess "Matka Boska" (poln. "Grosse Mutter", 1929) und machte sie über Nacht im gesamten deutschen Sprachgebiet bekannt.


Ausstellungsplakat

AUSSTELLUNG IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

Thomas Mann: Joseph und seine Brüder

23. März 2013 – 29. Mai 2013

An keinem seiner Romane hat Thomas Mann länger gearbeitet als an seiner Nacherzählung der biblischen Geschichte von Joseph und seinen Brüdern. Nach 16-jährigem Schreiben war die Tetralogie endlich abgeschlossen. Sie erschien zwischen 1933 und 1943, in einer düsteren Zeit des politischen Umbruchs und des Kriegs, der den Schriftsteller ins Exil nach Frankreich, die Schweiz und schliesslich die USA zwang. Die Ausstellung von Bernd M. Kraske (Reinbek/ Hamburg) dokumentiert all diese Stationen in Fotos, Büchern, Briefen und Objekten und gewährt so einen Einblick in Thomas Manns Schreibwerkstatt. Sie wird ergänzt durch einen Bilder-Zyklus zur Josephsgeschichte der Hamburger Schriftkünstlerin Katrin Tarnowski.

29. Mai 2013 Finissage: Bernd und Eva Kraske lesen mit Thomas Held eine Textcollage zum Josephsroman mit Selbstaussagen Thomas Manns sowie Stimmen von Freunden und Zeitgenossen.

Ausstellungsplakat

AUSSTELLUNG IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

Strindbergs Utopien in der Wirklichkeit

Dezember 2012 – März 2013

Am 14. Mai 2012 wurde der 100. Todestag August Wilhelm Strindbergs begangen, des grossen schwedischen Nationaldichters und Wegbereiters des modernen Theaters, der auch als Künstler und Fotograf in Erscheinung trat. In Schweden und überall auf der Welt werden zurzeit Ausstellungen und Aufführungen seiner Werke gezeigt. Eher wenig bekannt ist, dass Strindberg sich wiederholt auch in der Schweiz aufhielt. 1884 kam er über Paris ins Land, wo er sich am Genfersee niederliess. 1886 reiste er in die Innerschweiz. Das Verhältnis August Strindbergs zur Schweiz gleicht laut Aldo Keel in der NZZ vom 12. Mai "einer stürmischen Liebesbeziehung zwischen hoch aufflammender Idealisierung zu Beginn und desillusionierter Leidenschaft am Ende." Die Ausstellung wurde von Lotta Sigurdsson, Jürg Glauser und dem Seminar für Nordistik der Universität Basel gestaltet.

Ausstellungseröffnung unter Beisein des Schwedischen Botschafters in der Schweiz, gefolgt von einer Aufführung von Strindbergs Einakter "Die Stärkere" durch ein junges Schauspielensemble aus Zürich


BIBLIOTHEKSVITRINE IM HISTORISCHEN MUSEUM BASEL

Väter der Botanik. Kräuter- und Pflanzenbücher der Frühen Neuzeit

19. November 2012 – 27. Mai 2013

Gezeigt werden Bücher von wichtigen Pionieren der Botanik sowie zwei Federzeichnungen von Hans Weiditz aus der Sammlung des Basler Gelehrten Felix Platter. Die Texte erzählen in knapper Form, welche neuen Methoden die Forscher der Frühen Neuzeit wie Otto Brunfels, Leonhart Fuchs, Hieronymus Bock und Caspar Bauhin in die Heilpflanzenkunde einführten und wie sie damit zu "Vätern der Botanik" wurden. Die ausgestellten Objekte - Originale und Reproduktionen - stammen allesamt aus den Beständen der UB. Inhaltlich zusammengestellt wurde die neue Ausstellung von Hans Peter Frey (Handschriften und Alte Drucke), die Präsentation wurde vom Historischen Museum in Zusammenarbeit mit der Bestandeserhaltung der UB realisiert.


Ausstellungsplakat

AUSSTELLUNG IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

Jeanne Hersch. Ein Leben im "Schnittpunkt der Zeit"

22. September 2012 – 24. November 2012
 
Jeanne Hersch – 1910 in Genf geboren und 2000 ebenda verstorben – war eine der grössten, wenn auch umstrittensten Schweizer Philosophinnen. Ihr Nachlass in der Zentralbibliothek Zürich ist das Zeugnis einer Vita, an der die Zeit nicht einfach vorbeigegangen ist. In mehr als hundert Archivschachteln finden sich Dokumente, Manuskripte und Fotografien, die eine ganze Epoche widerspiegeln: Sie berichten von Herschs Kindheit in Genf und den Studienjahren in Heidelberg und Freiburg, wo sie ihrem späteren Lehrer Karl Jaspers begegnete, aber auch miterleben musste, wie sich der Nationalsozialismus in Deutschland ausbreitete. Zahlreiche Dokumente zeugen von ihrer Lehrtätigkeit an der Universität Genf, ihrer Arbeit für die UNESCO, ihren Reisen, ihrem Kampf für die Menschenrechte, dem Engagement für ein vereintes Europa und ihrer intellektuellen Auseinandersetzung mit den Ideologien, die das 20. Jahrhundert beherrschten. Umfangreiche Briefwechsel zeigen ausserdem ihre Verbindungen zu den einflussreichsten Exponenten in Politik, Wirtschaft und Kirche. Die von der ZB Zürich erarbeitete Ausstellung vermittelt anhand ausgewählter Exponate aus dem Nachlass ein Bild von Jeanne Hersch und ihrem Wirken und stellt die Auseinandersetzung und die Begegnung der Philosophin mit ihrer Epoche dar.

Mittwoch 17. Oktober: Themenabend mit Monika Weber, der Präsidentin der Jeanne Hersch Gesellschaft


Druck aus dem 17. Jahrhundert

AUSSTELLUNG IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

Hans Jakob Christoffels Simplicissimus

21. Juni 2012 – 1. September 2012

Als Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen (1621/22–1676) in seinem berühmten Simplicius Simplicissimus die Schweiz als ein "irdisches Paradies" bezeichnete, weil sie vom Krieg verschont geblieben war, war das eine noch keineswegs verbreitete Sicht auf unser Land. Simplicius unternimmt immerhin zweimal eine Reise durch die Schweiz. Und auch in anderen Werken Grimmelshausens spielen Schweizer eine Rolle. Die von Frau Prof. Rosmarie Zeller erarbeitete Ausstellung will einerseits danach fragen, wie Grimmelshausen die Schweiz darstellt und woher er sein Wissen hatte. Andererseits will sie erklären, wie sich der Dreissigjährige Krieg in der Region Basel ausgewirkt hat. Nicht zuletzt sollte die Ausstellung aber auch ein Anlass sein, um den reichen Schatz an Drucken des 17. Jahrhunderts auf der UB Basel einem breiteren Publikum vorzuführen.


BIBLIOTHEKSVITRINE IM HISTORISCHEN MUSEUM BASEL

Die Entdeckung der Welt – Zwischen Vorstellung und Wirklichkeit

Mai 2012 – August 2012

Innerhalb der Dauerausstellung des Historischen Museums Basel hat Monika Butz die Bibliotheksvitrine der UB neu gestaltet. Unter dem Titel "Die Entdeckung der Welt – Zwischen Vorstellung und Wirklichkeit" werden den Besucherinnen und Besuchern mit ausgewählten Reiseberichten, Kosmographien und Karten die Erkenntnisse über die Welt im Zeitalter der Entdeckungsreisen vor Augen geführt.

Vernissage am 30. Mai mit Ansprache von Sabine Söll-Tauchert, Kuratorin der Kunsthistorischen Abteilung des HMB sowie Ueli Dill als Vetreter der UB.


Ausstellungsplakat

AUSSTELLUNG IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

Erschliesse das Geheimnis mit der Spitze des Schreibrohrs

24. März 2012 – 2. Juni 2012

Gudrun Schubert und Claudia Bolliger konzipierten eine Ausstellung über Orientalisten-Nachlässe an der UB mit dem Titel "Erschliesse das Geheimnis mit der Spitze des Schreibrohrs". Die Orientalika zählen zweifellos zu den fürs Auge grossartigsten und kostbarsten Beständen unserer Schatzkammern. Es sind einige herrliche Stücke aus unserer Orientalistensammlung ausgestellt, welche aus dem Fundus von Nachlässen grosser Orientalist*innen der letzten vierhundert Jahre stammen, die bei uns in der UB aufbewahrt werden: Von Hieronymus Harder (1648–1675), Samuel Flury (1874–1935), Fritz Meier (1912–1998) und Annemarie Schimmel (1922–2003).


Foto von Guido Bachmann

LESESAALVITRINE IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

Guido Bachmann

Februar 2012 – Mai 2012

Mit seinem Debüt „Gilgamesch“ (1966) verursachte er einen Skandal. In seiner Wortbesessenheit und seinem Furor wurde er mit Thomas Bernhard verglichen. Unerbittlich hat er in seinem Werk sein eigenes Ich seziert und ausgeleuchtet. Mit nur 63 Jahren starb der Musiker, Schauspieler und Schriftsteller einen einsamen Tod. Nun gibt es Gelegenheit, Bachmanns Kosmos und seine Literatur in unserer Ausstellung neu zu entdecken. Guido Bachmann (1940 - 2003) studierte Musikgeschichte und Theaterwissenschaft in Bern. Er wurde für seine Werke mehrfach ausgezeichnet, u.a. wurde sein gesamtes literarisches Schaffen 1990 mit dem Basler Literaturpreis gewürdigt.

Eröffnung mit Beiträgen von Hansjörg Schneider, ein Freund Bachmanns, dem Schriftsteller Martin R. Dean und dem Literaturwissenschaftler Lucas Marco Gisi

Ausstellungsplakat

AUSSTELLUNG IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

Poesie des Untergrunds

17. Dezember 2011 – 2. März 2012

Die Ausstellung widmet sich dem letzten Jahrzehnt der DDR, der Ostberliner Literaten- und Künstlerszene der Jahre 1979–1989. Speziell im heruntergekommenen Arbeiterbezirk Prenzlauer Berg entfalteten sich damals Allianzen von Dichtung und Malerei, von Malerei und Musik sowie von Musik und Dichtung. Es entwickelte sich eine Szene, die in ihren Aktivitäten und in ihrer Arbeit eine eigenständige Sprache suchte und fand. Sie mündete in eine Poesie des Untergrunds, die unter halblegalen und illegalen Bedingungen entstand und verbreitet wurde. Die Ausstellung zeigt die geistigen Zeugnisse und materiellen Hinterlassenschaften dieser Szene, darunter Untergrundzeitschriften, Künstlerbücher, Manuskripte, Briefe, Tondokumente, Filme, Fotografien, Plastiken, Grafiken und Gemälde. Die von der Projektgruppe "poesie des untergrunds" um Ingeborg Quaas, Uwe Warnke und Thomas Günther konzipierte Ausstellung war mit grossem Erfolg u.a. bereits in Berlin und New York zu sehen. Nun gastiert sie in neuer, für Basel entwickelter Form in der UB. Hannes Hug blickte in seiner Begrüssungsrede auf die damalige Situation zurück und Thomas Günther las aus einem Begleitkatalog, der zur Ausstellungseröffnung in Berlin erschienen ist. Die musikalische Umrahmung war von Thomas Günthers in Basel lebender Schwester Clara und ihrem Gitarrenpartner dargeboten, die zusammen als "Birdmask" auftreten.

 


Ausstellungsplakat

AUSSTELLUNG IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

Elsa Mahler

17. September 2011 – 24. November 2011

Die Reihe von Ausstellungen in Zusammenarbeit mit universitären Seminaren und Instituten wird mit der Ausstellung über Elsa Mahler (1882–1970) fortgeführt. Nach den Archäologen (2006), Musikwissenschaftlern (2008) und Osteuropa-Historikern (2009) sind es die Slavisten, die bei uns zu Gast sind. Prof. Thomas Grob hat mit seinem Team eine Ausstellung zur ersten Professorin der Universität Basel erarbeitet. Mahler hat in Basel vor rund 70 Jahren das Fach Slavistik etabliert und den Grundstein der Bibliothek des Slavischen Seminars gelegt. In ihren Publikationen widmete sie sich v.a. der russischen Folklore. So nehmen einen besonderen Platz in der Ausstellung Elsa Mahlers volkskundliche Sammlungen ein: Tonaufnahmen, Bilder und Filmsequenzen aus ihren Besuchen bei russischen Gemeinden im Estland der Zwischenkriegszeit. 


Ausstellungsplakat

AUSSTELLUNG IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

Rudolf Frank

Juni 2011 – September 2011

Die Ausstellung wurde von Rudolf Franks Sohn Vincent initiiert und vom Hamburger Kurator Wilfried Weinke realisiert, und letztes Jahr mit grossem Erfolg in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt gezeigt. Sie handelt von dem aus deutsch-jüdischer Familie stammendem Theatermann und Schriftsteller Rudolf Frank, der vor dem Nazi-Regime in die Schweiz flüchtete und sich nach dem Krieg dauerhaft in Basel niederliess. Frank war Schauspieler und Regisseur, Theaterkritiker und -leiter, Schriftsteller, Hör- und Drehbuchautor, Herausgeber und Übersetzer.


AUSSTELLUNG IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

Nietzsche Sammlung Rosenthal-Levy

März 2011 – Juni 2011

Der deutsch-englische Antiquar Albi Rosenthal und seine Frau Maud haben in Oxford über Jahrzehnte eine der weltweit grössten und bedeutendsten Sammlungen von Autographen, Erstausgaben und Widmungsexemplaren des Philosophen Friedrich Nietzsche zusammengetragen. Diese haben sie 1994 der Stiftung Nietzsche-Haus in Sils-Maria geschenkt, wo sie seither in einem Banksafe liegt. Einige der Autographen waren bislang unbekannt und werden in der UB weltweit zum ersten Mal ausgestellt. Zu entdecken gibt es Handschriften aus allen Lebensabschnitten des Philosophen, vom frühen Brief des Gymnasiasten an der Landesschule in Pforta bis zum sogenannten «Testament» Nietzsches, einem doppelseitig beschriebenen Blatt mit zahlreichen, zum Teil schwer entzifferbaren Kritzeleien, musikalischen Versuchen und Textfragmenten aus der Zeit des Zusammenbruchs in der Irrenanstalt in Jena. Eindrücklich sind auch die Abbildungen gedruckter Werke, etwa die Titelseite aus Franz Overbecks Handexemplar von "Also sprach Zarathustra", das Nietzsche seinem Freund «mit der Bitte um Geheimhaltung» widmete. Zum Gedenken an Albi und Maud Rosenthal und im Hinblick auf eine verstärkte öffentliche Wahrnehmung dieser einzigartigen und äusserst wertvollen Sammlung hatte der Schwabe Verlag 2010 einen aufwändig gestalteten Faksimileband herausgegeben.


Einladung Konzert

AUSSTELLUNG IN DER UB HAUPTBIBLIOTHEK

"Dilettanten... Und zwar sehr gute". Robert und Clara Schumann in Basel

11. Dezember 2010 – 19. Februar 2011

Ausstellung über das Basler Musikleben im 19. Jahrhundert & Konzert im Wildt'schen Haus. Mit Werken von Robert Schumann, Clara Schumann, Hans Huber, Carl Christoph Bernoulli-Burger und Albert Dietrich.